Wer ist Gott?

   
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Der Universale Vater – Für jeden und Allen gegenüber ein liebender geistiger Vater

(21.1) 1:0.1 Der Universale Vater ist der Gott der gesamten Schöpfung, der Erste Zentrale Ursprung aller Dinge und Wesen. Denkt zuerst an Gott als an einen Schöpfer, dann als an einen Überwacher und schließlich als an einen unendlichen Erhalter.

(23.4) 1:2.1 Gott ist die Urrealität der geistigen Welt; Gott ist die Quelle der Wahrheit in den mentalen Sphären; Gott überschattet alles in sämtlichen materiellen Reichen. Für alle erschaffenen Intelligenzen ist Gott eine Persönlichkeit, und für das Universum der Universen ist er der Erste Zentrale Ursprung der ewigen Realität. Gott gleicht weder einem Menschen noch einer Maschine. Der Erste Vater ist Universaler Geist, ewige Wahrheit, unendliche Realität und Vater-Persönlichkeit.

(40.6 2:6.2 Die alte Vorstellung von Gott als einer von königlicher Sittlichkeit beherrschten Gottheit wurde von Jesus emporgehoben auf die liebevoll-rührende Stufe der in der Eltern-Kind-Beziehung vorhandenen innigen Familiensittlichkeit; denn eine zartere und schönere als diese gibt es in der sterblichen Erfahrung nicht.

(59.1) 4:4.5 Zuallererst und zuallerletzt — ewig — ist der unendliche Gott ein Vater. Ich bin angewiesen worden, zur Darstellung des Gottes der gesamten Schöpfung unter allen möglichen ihn treffend bezeichnenden Namen denjenigen des Universalen Vaters zu wählen.

(Erklärung eines Göttlichen Ratgebers)

(59.2) 4:4.6 Gott ist ein Vater im höchsten Sinne des Wortes. Sein ewiger Beweggrund ist der vollkommene Idealismus göttlicher Liebe, und diese zarte Natur findet ihren stärksten Ausdruck und ihre größte Befriedigung im Lieben und Geliebtwerden.

(640.3) 56:4.4 Obwohl Gott für die Universen und in ihnen all das ist, was wir beschrieben haben, ist er trotzdem für euch und alle anderen Gott kennenden Geschöpfe ein einziger, euer und ihr Vater. Für die Persönlichkeit kann Gott keine Mehrzahl sein. Gott ist der Vater jedes seiner Geschöpfe, und es ist einem Kind rein unmöglich, mehr als einen Vater zu haben.

(2017.9) 188:5.1 Das Kreuz Jesu veranschaulicht das volle Maß der höchsten Hingabe des wahren Hirten selbst an die unwürdigen Mitglieder seiner Herde. Es stellt für alle Zeiten sämtliche Beziehungen zwischen Gott und Mensch auf die Grundlage der Familie. Gott ist der Vater; der Mensch ist sein Sohn. Die Liebe, Liebe eines Vaters zu seinem Sohn, wird zur zentralen Wahrheit in den Universumsbeziehungen zwischen Schöpfer und Geschöpf — nicht die Gerechtigkeit eines Königs, die in den Leiden und in der Bestrafung seiner sündigen Untertanen Befriedigung sucht.

(2097.3) 196:3.35 Der Vater ist lebendige Liebe, und das Leben des Vaters ist in seinen Söhnen. Und der Geist des Vaters ist in den Söhnen seiner Söhne — den sterblichen Menschen. Wenn alles gesagt und getan ist, bleibt die Vater-Idee immer noch die höchste menschliche Vorstellung von Gott.

Gottesbeweise

(24.5) 1:2.7 Die Existenz Gottes kann nie durch wissenschaftliches Experiment oder durch rein vernunftmäßiges, logisches Folgern bewiesen werden. Man kann sich Gottes nur in den Reichen der menschlichen Erfahrung bewusst werden; und doch ist die wahre Vorstellung von der Realität Gottes für die Logik vernünftig, für die Philosophie einleuchtend, für die Religion wesentlich und unerlässlich für jede Hoffnung auf ein Fortleben der Persönlichkeit.

Diejenigen, die Gott kennen, haben die Tatsache seiner Gegenwart erfahren; solche Gott kennenden Sterblichen besitzen in ihrer persönlichen Erfahrung den einzigen positiven Beweis für die Existenz des lebendigen Gottes, den ein menschliches Wesen einem anderen anbieten kann.

(1119.4) 102:1.5 Gott ist so allumfassend real und absolut, dass kein materielles Zeichen eines Beweises noch irgendwelche Kundgebungen so genannter Wunder herangezogen werden können, um seine Realität zu bezeugen. Wir werden ihn immer nur deshalb kennen, weil wir ihm vertrauen, und unser Glaube an ihn beruht völlig auf unserer persönlichen Teilnahme an den göttlichen Äußerungen seiner unendlichen Realität.

(2095.5) 196:3.21 Der menschliche Kontakt mit der höchsten objektiven Realität, Gott, geschieht nur über die rein subjektive Erfahrung, ihn zu kennen, ihn anzubeten und sich der Sohnesbeziehung mit ihm innezuwerden.

Gott ist die Göttliche Gegenwart im geistigen Verstand des Menschen

(45.2) 3:1.4 Das Geschöpf existiert nicht nur in Gott, sondern Gott lebt auch im Geschöpf. „Wir wissen, dass wir in ihm wohnen, weil er in uns lebt; er hat uns seinen Geist gegeben. Diese Gabe des Paradies-Vaters ist der unzertrennliche Gefährte des Menschen.“ „Er ist der allgegenwärtige und alles durchdringende Gott.“ „Der Geist des ewigen Vaters verbirgt sich im Verstand jedes sterblichen Kindes.“ „Der Mensch macht sich auf die Suche nach einem Freund, obgleich gerade dieser Freund in seinem eigenen Herzen lebt.“ „Der wahre Gott ist nicht weit weg; er ist ein Teil von uns; sein Geist spricht aus unserem Inneren heraus.“ „Der Vater lebt in seinem Kind. Gott ist immer bei uns. Er ist der lenkende Geist der ewigen Bestimmung.“

(139.2) 12:7.13 Obwohl der Paradies-Vater durch seine göttlichen Schöpfer und die Kinder seiner Schöpfung wirkt, erfreut er sich auch des innigsten inneren Kontaktes mit euch, der so sublim, so höchst persönlich ist, dass er sogar mein Verständnis übersteigt — diese geheimnisvolle Verbindung des Vaterfragmentes mit der menschlichen Seele und mit dem tatsächlich von ihm bewohnten sterblichen Verstand. Nach allem, was euch über diese Geschenke Gottes bekannt ist, wisst ihr jetzt, dass der Vater nicht nur mit seinen göttlichen Mitarbeitern, sondern auch mit seinen evolutionären sterblichen Kindern der Zeit in inniger Berührung steht. Der Vater bewohnt allerdings das Paradies, aber seine göttliche Gegenwart wohnt auch im Verstand der Menschen.

(139.1) 12:7.12 Erlaubt weder den Dimensionen der Unendlichkeit noch der Unermesslichkeit der Ewigkeit noch der Größe und Herrlichkeit des unvergleichlichen Charakters Gottes, euch einzuschüchtern, ins Wanken zu bringen oder zu entmutigen; denn keinem von euch ist der Vater sehr fern; er wohnt in euch, und in ihm bewegen wir uns wörtlich, leben wir wirklich und haben wahrhaftig unser Dasein.

Gott ist persönlich

(28.4) 1:5.7 Ohne Gott, ohne seine große und zentrale Person, gäbe es im ganzen weiten Universum der Universen keine Persönlichkeit. Gott ist Persönlichkeit.

Dessen ungeachtet, dass Gott eine ewige Macht ist, eine majestätische Gegenwart, ein transzendentes Ideal und ein glorreicher Geist, obwohl er all das und unendlich viel mehr ist, so ist er doch in Wahrheit und auf ewig eine vollkommene Schöpfer-Persönlichkeit, eine Person, die „kennen und gekannt werden“ kann, die „lieben und geliebt werden“ und uns Freundschaft erweisen kann, während man euch selbst, wie andere Menschen vor euch, als Freunde Gottes kennen kann. Er ist ein wirklicher Geist und eine geistige Realität.

(30.7) 1:6.8 Gott ist Geist — eine geistige Persönlichkeit; auch der Mensch ist ein Geist — eine potentielle geistige Persönlichkeit. Jesus von Nazareth erreichte in der menschlichen Erfahrung die volle Verwirklichung dieses Potentials geistiger Persönlichkeit; deshalb wird sein der Ausführung des väterlichen Willens gewidmetes Leben für den Menschen zur wirklichsten und idealsten Offenbarung der Persönlichkeit Gottes. Obwohl die Persönlichkeit des Universalen Vaters nur wirklicher religiöser Erfahrung zugänglich ist, inspiriert uns Jesu Erdenleben durch die vollendete Demonstration und Offenbarung der Persönlichkeit Gottes in einer wahrhaft menschlichen Erfahrung.

Gott ist gerecht

(36.6) 2:3.1 Gott ist rechtschaffen; deshalb ist er gerecht. „Der Herr ist rechtschaffen in allem, was er tut.“ „ ‚Ich habe alles, was ich getan habe, nicht ohne Grund getan‘, sagt der Herr.“ „Die Urteile des Herrn sind durch und durch wahr und rechtschaffen.“ Die Gerechtigkeit des Universalen Vaters kann durch die Handlungen und Leistungen seiner Geschöpfe nicht beeinflusst werden, „denn es gibt beim Herrn, unserem Gott, weder Ungerechtigkeit noch Ansehen der Person oder Entgegennahme von Geschenken.“

Wie aussichtslos und kindisch, einen solchen Gott anzurufen, er solle von seinen unveränderlichen Ratschlüssen abweichen, damit wir den gerechten Folgen der Wirkung seiner weisen Naturgesetze und gerechten geistigen Gebote entgingen! „Täuscht euch nicht! Man spottet Gottes nicht, denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“ Es ist wahr, dass auch beim Ernten der verdienten Früchte üblen Tuns die göttliche Gerechtigkeit stets durch Barmherzigkeit gemildert wird. Unendliche Weisheit ist der ewige Schiedsrichter, der darüber befindet, in welchem Verhältnis Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in irgendeinem gegebenen Fall bemessen werden sollen.

(38.3) 2:4.3 Nur der Scharfblick unendlicher Weisheit befähigt den rechtschaffenen Gott, in jeder gegebenen Universumssituation zugleich gerecht und barmherzig zu sein. Der himmlische Vater wird nie hin- und hergerissen zwischen sich bekämpfenden Haltungen gegenüber seinen Universumskindern; Gott wird nie ein Opfer widersprüchlicher Haltungen.

Gott ist ein liebender Gott

(38.2) 2:4.2 Gott ist seinem Wesen nach gütig, von Natur aus mitfühlend und ewig erbarmungsvoll. Und nie ist es nötig, dass irgendein Einfluss auf den Vater Druck ausübe, um seine liebende Güte zu wecken. Das Bedürfnis eines Geschöpfes ist völlig ausreichend, um den vollen Fluss zarten Erbarmens des Vaters und seine rettende Gnade zu erwirken. Da Gott alles über seine Kinder weiß, ist es ihm ein Leichtes zu vergeben. Je besser ein Mensch seinen Nachbarn kennt, umso leichter wird er ihm vergeben, ja ihn lieben.

(38.6) 2:5.1 „Gott ist Liebe“; deshalb ist seine einzige persönliche Haltung den Angelegenheiten des Universums gegenüber immer eine Reaktion göttlicher Zuneigung. Der Vater liebt uns genügend, um uns sein Leben zu schenken. „Er lässt seine Sonne über Bösen und Guten aufgehen und lässt es über Gerechten und Ungerechten regnen.“

(40.2) 2:5.10 Aber die Liebe Gottes ist eine intelligente und weit blickende väterliche Zuneigung. Die göttliche Liebe funktioniert im Einklang mit göttlicher Weisheit und allen anderen unendlichen Wesenszügen der vollkommenen Natur des Universalen Vaters. Gott ist Liebe, aber Liebe ist nicht Gott.

Gott ist weder verärgert noch neidisch

(41.5) 2:6.7 Gott ist nie zornig, rachsüchtig oder ungehalten. Es ist wahr, dass Weisheit oft seine Liebe zurückhält und dass Gerechtigkeit seine Barmherzigkeit bestimmt, wenn diese zurückgewiesen wird.

Gott liebt den Sünder und hasst die Sünde: Eine solche Aussage ist im philosophischen Sinne wahr, aber Gott ist eine transzendente Persönlichkeit, und Personen können nur andere Personen lieben und hassen. Die Sünde ist keine Person. Gott liebt den Sünder, weil dieser eine (potentiell ewige) Persönlichkeitsrealität ist, während Gott der Sünde gegenüber keine persönliche Haltung einnimmt, da Sünde ja keine geistige Realität ist; sie ist nicht persönlich; deshalb nimmt einzig die Gerechtigkeit Gottes ihre Existenz zur Kenntnis. Die Liebe Gottes rettet den Sünder; das Gesetz Gottes zerstört die Sünde.

In der Welt der Persönlichkeit lässt sich Gott als eine liebende Person entdecken; in der geistigen Welt ist er persönliche Liebe; in der religiösen Erfahrung ist er beides. Die Liebe kennzeichnet den wollenden Willen Gottes. Die Güte Gottes liegt dem göttlichen freien Willen zugrunde — der universalen Tendenz zu lieben, Barmherzigkeit zu zeigen, Geduld zu üben und zu vergeben.

(57.7) 4:3.2 Der ewige Gott ist unfähig zu Zorn und Wut im Sinne dieser menschlichen Gefühle und wie der Mensch solche Reaktionen versteht. Diese Anwandlungen sind erbärmlich und verachtenswert; sie verdienen es kaum, menschlich genannt zu werden, und noch viel weniger göttlich; und solche Regungen sind der vollkommenen Natur und dem gütigen Charakter des Universalen Vaters völlig fremd.

Gott ist allgegenwärtig

(44.1) 3:0.1 Gott ist überall gegenwärtig; der Universale Vater beherrscht den Kreis der Ewigkeit. Aber in den Lokaluniversen übt er seine Herrschaft durch die Personen seiner Paradies-Schöpfersöhne aus, so wie er auch das Leben durch diese Söhne schenkt. „Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und dieses Leben ist in seinen Söhnen.“ Die Schöpfersöhne Gottes sind persönlicher Ausdruck seiner selbst in den Domänen der Zeit und für die Kinder der wirbelnden Planeten in den sich entwickelnden Universen des Raums.

(44.4) 3:1.1 Die Fähigkeit des Universalen Vaters, überall und zu gleicher Zeit anwesend zu sein, macht seine Allgegenwart aus. Nur Gott kann zur selben Zeit an zwei Orten, an zahllosen Orten sein. Gott ist zugleich „oben im Himmel und hienieden auf Erden“ gegenwärtig; und wie der Psalmist ausrief: „Wohin soll ich mich von deinem Geist wenden? oder wohin soll ich aus deiner Gegenwart fliehn?“

Gott ist allmächtig

(47.4) 3:2.6 Der Universale Vater ist keine vorübergehende Kraft, keine veränderliche Macht oder fluktuierende Energie. Macht und Weisheit des Vaters sind allen und jeden Anforderungen des Universums vollkommen gewachsen.

(48.7) 3:2.15 Gott ist unbegrenzt in seiner Macht, göttlich in seiner Natur, endgültig in seinem Willen, unendlich in seinen Attributen, ewig in seiner Weisheit und absolut in seiner Realität.

Die Souveränität Gottes

(52.5) 3:6.2 Die Souveränität Gottes ist unbegrenzt; sie ist die der ganzen Schöpfung zugrunde liegende Tatsache. Das Universum war nicht unvermeidlich. Das Universum ist kein Zufall, noch existiert es aus sich selbst heraus. Das Universum ist ein Schöpfungswerk und deshalb dem Willen des Schöpfers vollkommen untertan. Der Wille Gottes ist göttliche Wahrheit, lebendige Liebe; deshalb sind die sich vervollkommnenden Schöpfungen der evolutionären Universen gekennzeichnet durch Güte — Göttlichkeitsnähe — und durch potentielles Übel — Göttlichkeitsferne.

(55.2) 4:1.4 Den Kräften und Persönlichkeiten, die der Vater einsetzen kann, um seinen Plan zu verfolgen und seine Geschöpfe zu unterstützen, sind keine Grenzen gesetzt.

(55.4) 4:1.6 Der Universale Vater hat sich nicht von der Lenkung der Universen zurückgezogen; er ist keine untätige Gottheit. Wenn sich Gott als gegenwärtiger Erhalter der gesamten Schöpfung zurückzöge, würde sich augenblicklich ein universeller Zusammenbruch ereignen. Außer Gott gäbe es dann so etwas wie Realität nicht mehr.

Gott ist unveränderlich

(58.6) 4:4.1 Gott ist das einzige stationäre, in sich selber enthaltene und unveränderliche Wesen im ganzen Universum der Universen, und er kennt kein Außen, kein Jenseits, keine Vergangenheit und keine Zukunft. Gott ist planvolle Energie (schöpferischer Geist) und absoluter Wille, und diese existieren aus sich selber heraus und sind universal.

Da Gott durch sich selber existiert, ist er absolut unabhängig. Gottes wahre Identität ist dem Wandel Feind. „Ich, der Herr, verändere mich nicht.“ Gott ist unwandelbar; aber nicht vor Erreichen des Paradies-Status könnt ihr auch nur anfangen zu begreifen, wie Gott von der Einfachheit zur Komplexität übergehen kann, von der Identität zur Variation, von der Ruhe zur Bewegung, von der Unendlichkeit zur Endlichkeit, vom Göttlichen zum Menschlichen und von der Einheit zur Dualität und Triunität. Und Gott kann die Erscheinungsformen seiner Absolutheit in dieser Weise verändern, weil göttliche Unwandelbarkeit nicht Unbeweglichkeit bedeutet; Gott hat Willen — er ist Wille.

Gott ist das Wesen absoluter Selbstbestimmung; seinen Reaktionen sind im Universum keine Grenzen gesetzt außer jenen, die er sich selbst auferlegt, und die Handlungen seines freien Willens werden nur durch jene göttlichen Eigenschaften und vollkommenen Attribute bedingt, die schon an sich seine ewige Natur charakterisieren. Deshalb steht Gott mit dem Universum als ein Wesen in Beziehung, in dem sich höchste Güte mit einem freien Willen schöpferischer Unendlichkeit verbindet.

(137.7) 12:7.4 Das Gesetz ist die unveränderliche Reaktion eines unendlichen, vollkommenen und göttlichen Verstandes.

Gott ist die Garantie der Stabilität für alle erschaffenen Dinge und Wesen. Er ist Gott; deshalb ändert er sich nicht.

Und dieses ganze unerschütterliche Verhalten und gleichförmige Handeln ist persönlich, bewusst und im höchsten Grade willensmäßig; denn der große Gott ist kein hilfloser Sklave seiner eigenen Vollkommenheit und Unendlichkeit. Gott ist keine von selbst laufende, automatische Kraft; er ist keine sklavisch an Gesetze gebundene Macht. Gott ist weder eine mathematische Gleichung noch eine chemische Formel. Er ist eine mit freiem Willen begabte, uranfängliche Persönlichkeit. Er ist der Universale Vater, ein mit Persönlichkeit überreich ausgestattetes Wesen und die universale Quelle aller Geschöpfespersönlichkeit.

Gott ist erreichbar

(63.6) 5:1.8 Der Vater wünscht, alle seine Geschöpfe möchten mit ihm in persönliche Verbindung treten. Er hat im Paradies einen Ort, wo er all jene empfängt, deren Status als Fortlebende und deren geistige Natur es ermöglichen, ein solches Ziel zu erreichen. Nehmt deshalb in eure Philosophie ein für allemal Folgendes auf: Einem jeden von euch und uns allen ist es möglich, sich Gott zu nahen; der Vater ist erreichbar, der Weg steht offen. Die Kräfte göttlicher Liebe und die Wege und Mittel göttlicher Verwaltung greifen alle in dem Bemühen ineinander, jeder Intelligenz jedes Universums, die es wert ist, das Vorankommen bis in die Gegenwart des Universalen Vaters im Paradies zu ermöglichen.

Gott ist die ewige Bestimmung des Menschen

(67.1) 5:4.2 Früher oder später ist Gott bestimmt, als Wirklichkeit der Werte, als Substanz der Bedeutungen und als das Leben der Wahrheit verstanden zu werden.

Gott bestimmt nicht nur das Schicksal; er ist des Menschen ewige Bestimmung. Alle nichtreligiösen menschlichen Tätigkeiten versuchen, das Universum dem deformierenden Dienst des Selbst gefügig zu machen; der wahrhaft religiöse Mensch versucht, das Selbst mit dem Universum zu identifizieren und dann die Tätigkeiten dieses geeinten Selbst dem Dienst der Universumsfamilie brüderlicher Wesen, menschlicher und übermenschlicher, zu widmen.

Die Größe Gottes

(317.2) 28:6.21 Größe ist gleichbedeutend mit Göttlichkeit. Gott ist über alles groß und gut . Größe und Güte können ganz einfach nicht voneinander getrennt werden. Sie sind in Gott auf ewig eins.

(363.8) 32:4.10 Gott ist keine egozentrische Persönlichkeit; der Vater teilt sich freigebig an seine Schöpfung und an seine Geschöpfe aus.

Gottes ewige Bestimmung

(364.4) 32:5.2 Der ewige Plan des ewigen Gottes ist ein hohes geistiges Ideal. Die Ereignisse der Zeit und die Kämpfe der materiellen Existenz sind nur ein vorübergehendes Gerüst, welches eine Brücke nach der anderen Seite hinüberschlägt, nach dem gelobten Land geistiger Realität und himmlischer Existenz.

Gott ist die erste Wahrheit

(1125.1) 102:6.6 Gott ist die erste Wahrheit und die letzte Tatsache; deshalb hat alle Wahrheit ihren Ursprung in ihm, während alle Tatsachen in Beziehung zu ihm existieren. Gott ist absolute Wahrheit. Als Wahrheit kann man Gott kennen, aber um Gott zu verstehen — zu erklären — muss man die Tatsache des Universums der Universen erforschen.

(1125.3) 102:6.8 Für die Wissenschaft ist Gott eine Möglichkeit, für die Psychologie eine Wünschbarkeit, für die Philosophie eine Wahrscheinlichkeit, für die Religion eine Gewissheit, eine Wirklichkeit religiöser Erfahrung.

Gott ist unfehlbar

(1185.2) 108:0.2 Der unendliche Gott ist wie immer überreich und vollständig und seine Unendlichkeit umfasst alle Dinge außer dem Üblen und der Geschöpfeserfahrung. Gott kann nichts Falsches tun; er ist unfehlbar. Gott kann nicht aus Erfahrung kennen, was er nie persönlich erfahren hat; Gottes Vorauswissen ist existentieller Art. Deshalb steigt der Geist des Vaters vom Paradies hernieder, um mit den endlichen Sterblichen an jeder echten Erfahrung der aufsteigenden Laufbahn teilzunehmen; allein durch diese Methode konnte der existentielle Gott in Tat und Wahrheit zum erfahrungsmäßigen Vater des Menschen werden.

(1221.2) 111:5.1 Die Ausführung des Willens Gottes ist nichts anderes als der Ausdruck der Gewilltheit eines Geschöpfes, das innere Leben mit Gott zu teilen — mit dem Gott, der solch ein Geschöpfesleben innerer Bedeutungen und Werte möglich gemacht hat.

Die Nachahmung Gottes ist der Schlüssel zur Vollkommenheit; die Ausführung seines Willens ist das Geheimnis des Fortlebens und der Vollkommenheit im Fortleben.

Die Erfahrung Gottes

(1289.2) 117:6.9 Die Menschen vergessen allzu oft, dass Gott die größte Erfahrung in der menschlichen Existenz ist. Die anderen Erfahrungen sind in ihrem Wesen und Inhalt begrenzt, aber die Erfahrung Gottes hat keine Grenzen außer denen des Fassungsvermögens des Geschöpfes, und es ist gerade die Erfahrung Gottes, die dieses Vermögen steigern kann. Wenn die Menschen Gott suchen, suchen sie alles. Wenn sie Gott gefunden haben, haben sie alles gefunden. Die Suche nach Gott ist uneingeschränktes Verschenken von Liebe, begleitet von erstaunlichen Entdeckungen neuer und noch größerer Liebe, die verschenkt werden will.

Jesu Lehre von einem liebenden Gott

(2017.3) 188:4.8 Wenn ihr einmal die Idee von Gott als einem wahren und liebenden Vater — das einzige Konzept, das Jesus je gelehrt hat — erfasst habt, müsst ihr folgerichtig sofort all diese primitiven Vorstellungen von Gott als einem beleidigten Monarchen, finsteren und allgewaltigen Herrscher völlig aufgeben, von einem, dessen größte Wonne es ist, seine Untertanen bei Vergehen zu ertappen und dafür zu sorgen, dass sie gebührend bestraft werden, es sei denn, ein ihm fast ebenbürtiges Wesen wolle freiwillig an ihrer Stelle leiden und stellvertretend für sie sterben. Die ganze Idee von Loskauf und Sühneopfer ist unvereinbar mit der Gottesvorstellung, wie Jesus von Nazareth sie gelehrt und beispielhaft gelebt hat. Die unendliche Liebe Gottes ist nichts anderem in der göttlichen Natur untergeordnet.

(2084.4)195:10.4 „Das Reich Gottes ist in euch“ war wahrscheinlich der größte Ausspruch, den Jesus je gemacht hat, neben der Erklärung, dass sein Vater ein lebendiger und liebender Geist sei.

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